Grundlagen

Grundlagen zur Theologie und Mystik der Hl. Gertrud von Helfta

1.) Die „Exercitia spiritualia“ der Mystikerin Gertrud von Helfta – ein Hauptwerk der christlichen Mystik
von Dr. Siegfried Ringle
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1. Leben und Werk der hl. Gertrud von Helfta

Gertrud, deren Familienname nicht bekannt ist, wurde am 6. Januar 1256 geboren und starb wahrscheinlich im Jahre 1301 oder 1302, an einem 16. November; ihr Fest wird am 17. November gefeiert. Bereits im Alter von fünf Jahren in das Kloster Helfta aufgenommen, hatte sie eine hervorragende philologische und theologische Ausbildung genossen, gefördert von der Äbtissin Gertrud von Hackeborn (1232–1291). Ihr religiöses Leben blieb jedoch nach ihren eigenen Aussagen „lau“ bis zum einschneidenden Erlebnis ihrer „Bekehrung“ am 27. Januar 1281. Zu dieser Zeit lebte im Kloster Helfta bereits seit ungefähr zehn Jahren die Mystikerin Mechthild von Magdeburg (–1282/94), die Autorin des »Fließenden Lichts der Gottheit«. Als Begine hatte sie visionär zu den Missständen ihrer Zeit Stellung genommen; im Kloster, in dem Mechthild nun Schutz vor den Anfeindungen fand, vernahm die junge Gertrud aufmerksam die neue Art ihrer Gottesrede. Auch Gertruds Lehrerin Mechthild von Hackeborn (1241-1298/99) war mystisch begnadet, teilte ihre Offenbarungen jedoch erst in den neunziger Jahren mit, woraufhin diese von Gertrud und einer anonym gebliebenen Mitschwester im »Liber specialis gratiae«, dem »Buch der besonderen Gnade«, niedergeschrieben wurden. Gertruds Offenbarungen wurden in den fünf Büchern des »Legatus divinae pietatis«, dem »Gesandten der göttlichen Liebe«, zusammengefasst. Dabei stammt das zweite Buch von ihr selbst; die anderen Bücher wurden von einer Redaktorin herausgegeben, mit klar erkennbaren stilistischen und inhaltlichen Unterschieden zum zweiten Buch. Stil und Inhalt können auch als Beweis dafür gelten, dass die »Exercitia spiritualia« von Gertruds eigener Hand stammen.
In Helfta scheint man an eine Veröffentlichung der Schriften Gertruds gedacht zu haben; nicht umsonst wurde ihr Werk von einer Gruppe hochqualifizierter Theologen begutachtet und für rechtgläubig erklärt. Nachdem aber das Kloster in den politischen Wirren der Zeit 1343 zerstört worden war, ging auch Gertruds Werk beinahe unter. Im 15. Jahrhundert finden sich nur wenige Textzeugnisse, während die Offenbarungen Mechthilds von Hackeborn relativ häufig zur Abschrift kamen. Den Durchbruch für Gertruds Werk brachte erst die Druckausgabe durch den Kölner Kartäuser Johannes Landsperg; ausdrückliche Absicht seiner Edition war es, Wort und Werk von Frauen in der Kirche vernehmbar und bekannt zu machen.
Im Zuge der sogenannten Gegenreformation, besser: der katholischen Erneuerung im 16. Jahrhundert, wurde nun Gertrud zu derjenigen deutschen Mystikerin, deren Werk die weiteste Verbreitung fand, vor allem in den Ländern der romanischen Welt. Über Spanien gelangte es bis nach Südamerika, zu dessen Patronin Gertrud erklärt wurde. Für die katholische Frömmigkeit des 16. – 19. Jahrhunderts waren Gertruds Offenbarungen von kaum abzuschätzender Bedeutung, vor allem auch durch Auszüge, die ins erbauliche Schrifttum gelangten. Mit dem Rückgang der katholischen Volksfrömmigkeit im 20. Jahrhundert war dann aber Gertrud nur noch in kleinen Kreisen bekannt; erst mit den neuen Fragestellungen nach einer von Frauen geprägten Theologie und Literatur finden ihre Schriften nun wieder erhöhte Aufmerksamkeit. Für die Forschung stehen fast alle wichtigen Fragen noch offen: Die künstlerische Leistung Gertruds ist bisher mehr geahnt als aufgewiesen, die Theologie Gertruds ist höchstens in Ansätzen erfasst.

2. Die »Exercitia« als „Summa mystica“

Gertrud ist nicht, wie es in der Art des hagiographischen Frauenklischees noch Lexika des 20. Jahrhunderts darstellen, die fromme Nonne von „reiner und froher Kindlichkeit“, die Erbauliches zu berichten weiß, sondern sie ist eine hochgebildete Frau, die viele Bereiche des Lebens kennt und die souverän über das theologische Wissen ihrer Zeit verfügt. Das biblische Denken ist ihr wie selbstverständlich gegenwärtig; sie kennt die großen Mystiker und die Theologen der Scholastik und wohl noch manche andere mehr. Sie hat deren Aussagen, Frage- und Problemstellungen aufgenommen und reflektiert, um daraus schöpferisch eine mystische Theologie ganz eigener Prägung zu entwickeln.
Diese Theologie ist aufs engste rückgebunden nicht nur an biblische Sprache, sondern auch an den Ablauf kirchlicher Riten. Es gibt wohl nur wenige Werke der Mystik, die so eng wie die »Exercitia« mit den Formen des kirchlichen religiösen Lebens verbunden sind. So macht Gertrud deutlich, dass „Mystik“ für sie nicht ein nur „subjektives“ Gotteserleben ist. Die „objektiven“ Formen der Religiosität sollen nicht durch ein subjektives Erleben ersetzt werden; vielmehr soll das gültig Vorgegebene in der personalen Erfahrung eine vertiefte, aufs Wesentliche zielende Sinngebung erhalten, wie umgekehrt diese personale Erfahrung durch die Rückbindung an objektiv Gültiges ihre Bestätigung erhält.
In Form und Inhalt gibt Gertrud somit in den »Exercitia« auf kunstvolle, höchst „verdichtete“ Art gewissermaßen die „Summe“ all ihres religiösen Wissens, Lebens und Erlebens, die zugleich auch geradezu eine „Summa“ des theologischen Wissens und der religiösen Spekulation ihrer Zeit wird: als der großartige Versuch, in einer wahrhaften „Summa mystica“ alles Seiende von einem einzigen Prinzip her zu deuten. Woher komme ich? Wohin gehe ich? Wozu bin ich auf Erden? Auf diese zentralen, existentiellen Menschheitsfragen antwortet Gertrud in einer schlüssigen Konzeption: Geschaffen aus überströmender Liebe Gottes und bestimmt, in dieser Liebe ewiges Leben zu haben, soll der Mensch in und aus dieser Liebe leben, auf dass sie für ihn und für andere fruchtbar werde. In der „Gott-Liebe“, aus der alles entströmt und in die alles zurückkehrt, finden Kosmos und Mensch ihren Ursprung und ihr letztes Ziel.
Auch wenn die Rechtgläubigkeit Gertruds nie infragegestellt wurde, so unterschied sich dieses ihr im eigentlichen Sinne „radikales“ Gottes- und Menschenbild doch weit von den vorherrschenden theologischen Lehren. Nicht von ungefähr betonen bereits die Helftaer Redaktorinnen des »Legatus« Gertruds libertas spiritus und ihre libertas cordis: die Freiheit des lebendigen Geistes und des Herzens, ein Charakteristikum, das dann auch später immer wieder hervorgehoben wird. Die Leserinnen und Leser von Gertruds Schriften wussten also von Anfang an, dass sie auf Ungewöhnliches stoßen würden.
Manche heutigen Leser werden sich allerdings durch die Dichte des Textes und die Fremdheit der Sprache zuerst schwer tun, diese Sprengkraft zu entdecken. Wie die Bildfolgen mittelalterlicher Glasfenster, so erfordern auch die »Exercitia« einen Betrachter, der sich Zeit nimmt. Die Konzeption ihres theologischen Programms, die Vielfalt wechselseitiger Bezüge und unterschiedlicher Aussageebenen werden sich einem nur „touristischen“ Blick nicht erschließen. Und auch nur derjenige, der die Bildsprache biblischer und mittelalterlicher Texte zu lesen weiß, wird Gertruds Liebesmetaphorik nicht als Ausdruck verdrängter oder sublimierter Sexualität missverstehen, sondern in ihr diejenige Form sehen, in der ein neues, nämlich persönliches, individuelles Verhältnis des Menschen zu Gott „zur Sprache kommt“: wenn Geist, Seele und Sinne „von Herz zu Herz“ sprechen. Es ist die „modernste“ Form religiösen Denkens und Sprechens des 12. und 13. Jahrhunderts – einer Epoche, die eine der theologisch und religiös fruchtbarsten in der Geschichte des Christentums ist.
Gertruds »Exercitia« gehören zweifellos zu den theologisch und künstlerisch bedeutsamsten Werken dieser Epoche. Sie zeugen von einer revolutionären Änderung des religiösen Denkens. Der unendlich große Gott, der Weltenschöpfer, der Himmelskönig, der Herr der Heerscharen, er kommt dem Menschen unendlich nahe, als liebestrunkenes Du, das in ihm Wohnung nimmt und sich mit ihm vereint. Der Mensch aber, in seiner unendlichen Winzigkeit und Nichtigkeit, ein Staubkorn im Weltall, von dem keine Spur hinterbleibt, er gewinnt in der Begegnung mit Gott unendliche Würde, als das von Gott geliebte und Gott liebende Ich, das in das Göttliche hineingenommen wird und Gott von Angesicht zu Angesicht schaut. Diese ungeheuren Gegensätze werden von Gertrud nicht harmonisiert. So spricht sie nicht wie andere Mystiker von der Gottesgeburt in der Seele oder von einer Vergottung des Menschen, da dann diese Gegensätze überwunden scheinen könnten. In Gertruds »Exercitia« bleibt, auch in der innigsten Einung, der Wesensunterschied von Gott und Mensch, von Schöpfer und Geschöpf, stets bewusst. Aber gerade dass Gott in seiner unendlichen Größe dem Menschen unendlich nahe kommt, und dass der Mensch in seiner unendlichen Nichtigkeit zu unendlicher Würde berufen ist: gerade dies ist das überwältigende religiöse Erleben, das Gertrud in ihren »Exercitia« vermitteln will und das dann ihre späteren Leser faszinierte.
Diese „Summa mystica“ mit ihrem so eindrucksvollen Gottes- und Menschenbild auch für die Gegenwart und Zukunft fruchtbar zu machen, ist eine lohnende Aufgabe. Die Bedeutung der »Exercitia« für die heutige und künftige Theologie wie auch für die religiöse Praxis ist bei weitem noch nicht abzuschätzen.

3. Zentrale Aspekte der »Exercitia«

Von ihrem Umfang her zählen die »Exercitia« zu den „kleineren Schriften“ Gertruds, und dementsprechend wurden sie in der Vergangenheit oft auch in ihrer Bedeutung eingeschätzt. Vielfach galten sie nur als eine Art Anhang zum »Legatus divinae pietatis«, den fünf umfangreichen Büchern von Gertruds »Offenbarungen«. Tatsächlich jedoch erweisen sie sich immer mehr als ein Hauptwerk der mittelalterlichen Mystik. Sie sind ebenso literarisch wie auch theologisch faszinierend. Mittelalterliche Dichtung ist hier ebenso gegenwärtig wie Gedanken und Bilder, die ganz „modern“ anmuten.
Dennoch ist das Buch nicht leicht zugänglich. Man kann es nicht durchgehend lesen, sondern es ist ein Meditationstext, zu dem man sich Zeit lassen muss. Lese ich ihn als eine Art „Informationstext“, so kommt mir rasch alles allzu gleichförmig vor: wie ja auch ein gotisches Glasfenster erst bei Konzentration auf Einzelheiten den Reichtum seiner Gedanken und Bilder in allen Differenzierungen zeigt. Liest man den Text mit Identifikationserwartungen (im Sinne einer Identifikation mit der „Braut Christi“), so dürfte das Buch den meisten heutigen Lesern sehr fremd sein und bei den restlichen die Gefahr einer Religiosität mit sich bringen, wie sie heute als fragwürdig empfunden wird.
Gertruds Werk war jedoch auch schon zu seiner Zeit nicht leicht zu lesen und fand im Mittelalter nur eine geringe Verbreitung. Die Widerstände gegen eine von Frauen geprägte Theologie waren zu stark; die Klerikerkirche brauchte ein patriarchalisches Gottesbild, in dem Gott als der strenge Richter erschien und die Menschen in ihrer Sündenfurcht auf Vermittlung angewiesen waren. Man sah wohl sehr genau, dass die mystische (weibliche) Theologie mit ihrem so ganz anderen Gottesbild zugleich eine politische Dimension hatte, die zu einer Auflösung der bestehenden Machtverhältnisse führen konnte. Mystische Theologie ist hier unmittelbar zugleich auch politische Theologie!
Die Mystik des Mittelalters war in Deutschland ganz wesentlich von Frauen geprägt. Auch die Mystik eines Eckhart, Tauler, Seuse ist ohne den Diskurs mit den religiös innovativen Frauen überhaupt nicht denkbar. Es wird hier eine Religiosität entwickelt, die tatsächlich alternativ zur damals vorherrschenden kirchlichen Belehrung und Praxis war. Führt man sie auf ihre Grundlagen zurück, so scheinen vor allem drei Aspekte, wie sie gerade auch in den »Exercitia« hervortreten, heute von unmittelbarer Aktualität:

1. Gertrud zeigt ein Gottesbild, das völlig frei von Angst ist und den Menschen von Angst befreit und zum Leben beruft. Gott erscheint hier ausschließlich als „fascinosum“: als derjenige, der den Menschen durch seine Liebe ganz für sich einnimmt; die Furcht vor Gott, das „tremendum“, ist eher ein Teil dieses „fascinosum“, indem die Erfahrung des gegenwärtigen Gottes den Menschen erschüttern macht (vgl. den Anfang der »Exercitia«, I 9f.).

2. Wesentliches Element – und nicht nur formales Mittel - dieser Religiosität ist die Art, wie dieses Gottesbild erfahren wird. Kennzeichnend ist – in der Tradition der Bibel – ein Sprechen nicht in Begriffen, sondern in Bildern. Diese Bilder sind zwar durchaus intellektuell genauestens reflektiert (d.h. sie entsprechen genau der beabsichtigten theologischen Aussage), sie vermitteln die Aussage aber ganzheitlich, d.h. sie sprechen Geist und Sinne an. [Von hier aus ließe sich nachdenken über Erfolg und Misserfolg gegenwärtiger Bemühungen, ein anderes Gottesbild zu vermitteln.] Diese Bilder sind „offen“, indem sie dem Leser/Hörer die Freiheit der eigenen Assoziation lassen und ihn nicht durch dogmatische Formeln im Sinne späterer Dogmen „definitiv/eingrenzend“ „festlegen“. So sind die »Exercitia« dann ja auch kein theologisches Lehrbuch im herkömmlichen Sinn, sondern ein Meditationstext, der den Lesenden zur Freiheit der eigenen Gotteserfahrung anregen will.

3. Sprachliche Grundstruktur ist das dialogische Sprechen. Dass Jesus das fleischgewordene Wort Gottes ist, wird hier ernst genommen: Gott ist ein Gott des Gesprächs. Wenn somit dann Lehre im Gespräch vermittelt wird, dann steht die Frauenmystik in einer langen Tradition (Platon u. a.), die aber spezifisch weiterentwickelt wird: es ist kein Lehrgespräch eines Lehrers zu einem zu Belehrenden, sondern ein Gespräch zweier Liebender, die – geradezu partnerschaftlich – ihre Gedanken und Empfindungen austauschen, mit „fleischgewordenen“, d. h. bildhaften Worten (im 13. Jahrhundert in der „Herzenssprache“ der Minne).

In all diesen Elementen zeigt sich mit größter Konsequenz eine nicht-patriarchalische Religiosität, gänzlich „herrschaftsfrei“, sowohl in der Haltung des Glaubens als auch des Lehrens. Glauben ist hier wesentlich nicht Fürwahrhalten von Lehren, sondern eine Haltung des Glaubens und Vertrauens; Lehre ist hier nicht Belehrung, sondern ein Hinführen, geradezu ein Hinlocken zu den „Lehren, die bringen das Heil“ (V 298).
Theologiegeschichtlich sind die »Exercitia« zudem als wichtiges Dokument des theologischen Diskurses im 13. Jh. zu sehen. Im germanisch/römisch geprägten frühen Mittelalter (nicht z. B. im keltischen Irland mit fortlebenden matriarchalischen Traditionen) war das frühchristlich antike Gottesbild des „Guten Hirten“ (wie es etwa in den Kirchen Ravennas zum Ausdruck kommt) ersetzt worden durch das Bild des Himmelskönigs, in dessen (kollektive) Gefolgschaft der Gläubige trat (vgl. z. B. die Heliand-Dichtung). Die Mystik des 12./13. Jh.s setzt dem ein revolutionär anderes Gottesbild entgegen – ein geradezu ungeheurer Paradigmenwechsel: Der Himmelskönig wird zum liebenden Bräutigam, der Gefolgschaftsdienst wird zum (höchst individuellen) Minnedienst in der Herzensbeziehung von Braut und königlichem Bräutigam. Die Faszination dieses anderen Gottesbildes – und zwar nicht nur auf Frauen – ist heute noch nachzuspüren. In der Reformationszeit hatte es schon längst an Anziehungskraft verloren, in den autoritären Strukturen der Barockzeit und des 19. und beginnenden 20. Jh.s wurde es nochmals für Menschen, die nach einer persönlichen Frömmigkeit strebten, aktuell.
Die im 13. Jh. hochmoderne „brautmystische“ Bildgebung kann allerdings heute nicht mehr übernommen werden. Nicht die Bilder Gertruds (zumindest in diesem Bereich) sind zu übernehmen, sondern ihre Intention ist zu realisieren: die Vorstellung von Gott ganzheitlich (also nicht nur für den Verstand) zu vermitteln. Hier liegt eine Aufgabe heutiger moderner Theologie: ein Gottesbild zu finden, in dem z. B. auch die weiblichen Züge Gottes „zur Erscheinung kommen“ und das dann auch für die Kunst ein Thema wäre?

4. Zur Theologie Gertruds von Helfta - Die Botschaft von der Gott-Liebe

Ihre »Geistlichen Übungen – Exercitia spiritualia« schreibt Gertrud im 13. Jahrhundert, in einer Zeit existentieller Bedrohungen und Unsicherheiten, in einer Zeit voller Kriegsfurcht und Höllenangst, als eine Summe all ihres religiösen Denkens und Erlebens. In diesem in seiner Art nahezu singulären Werk schildert sie nicht einzelne visionäre Offenbarungen oder Erlebnisse, sondern offenbart ein einziges Erleben: die Erfahrung Gottes als „Gott-Liebe“. Wohl selten nur in der Geschichte des Christentums wurde Gott so ausschließlich als Liebe gesehen wie hier bei Gertrud von Helfta; „amor deus“ ist dann auch d e r zentrale Begriff ihrer Gottesschau.
Diese überwältigende Erfahrung der Gott-Liebe, die Gertruds ganzes Leben bestimmt, findet Ausdruck in einer umfassenden theologischen Konzeption, in der Gott, Schöpfung und Mensch zusammen gesehen werden.

Gott

„Dir, heilige Dreieinigkeit! Von dir strahlt aus die lebendige göttliche Wesenheit; aus dir quillt als Tropfen hervor Leben, Liebe und Sophia, die heilige Weisheit; aus dir fließt hervor Tugendkraft, die aus deiner Natur alles erzeugt, Weisheit, die im Sein Gemeinschaft gibt, süße Lieblichkeit, die ausströmt wie ein Fluss, innige Liebe, die zündet wie Feuer, Heiligkeit, die sich ausbreitet ins Weite, umfassendes Gutsein, das alles erfüllt.“ (III 353-357) Gott ist so sehr Liebe, dass er nicht nur „süße Gemeinschaft“ (VI 410f.) in den drei Personen seines göttlichen Wesens ist, sondern dass er auch aus sich ausströmt – die Mystiker sprechen von „Emanation“ – und in dieser ausströmenden Liebe alles erschafft: „des Himmels, der Erde und des Abgrunds Umkreis“ (VI 473).

Erschaffung des Menschen – Erlösung

Auch der Mensch ist so aus Gott, seinem Ursprung, „hervorgeflossen“ (V 279f.), denn noch vor aller Zeit hatte die Dreieinigkeit den Ratschluss gefasst, den Menschen zu erschaffen und zu erlösen. Die Menschwerdung des Gottessohnes geschieht deshalb nicht wegen der Sünde, sondern trotz der Sünde: teuflische Absicht war es, Gott von seinem Plan der Menschwerdung abzuhalten. Die Größe der göttlichen Liebe aber zeigt sich gerade darin, dass auch die Sünde nicht verhindern kann, dass Gott sich zum Menschen herabneigt, um ihn endgültig wieder zu sich, in seinen Ursprung, zurückzuholen. (Vgl. VII 224-236) Jesus ist es, in dem Gott und Mensch zusammenfinden und in dem der Mensch, wie auch alles Geschaffene, in seinen Ursprung zurückfindet.
Sünde und Schuld
In einer solchen Gotteserfahrung gelangt Gertrud zu einer Religiosität, die völlig angstfrei ist. Frei auch von Sündenangst. Die Sünde hatte das Leben unfruchtbar gemacht und es in Kälte erstarren lassen, doch der barmherzige Gott deckt die Sünde mit dem wärmenden Mantel seiner Liebe zu und macht die Versäumnisse des Lebens wieder heil. Ein solch „heilender“ Umgang mit Schuld lässt den Menschen wieder gesunden an Seele und Leib.
Der Mensch muss Gott nicht um Gnade anflehen oder gar sich dessen Gnade verdienen. Im Gegenteil: der liebende Gott geht auf den Menschen zu; e r ist der Werbende, der um die Liebe des Menschen wirbt!

Mensch – Selbstbewusstsein

Die Liebe dieses liebenden Gottes zu erwidern, das nun gibt dem Menschen in all der Not und Angst des irdischen Daseins Richtung und Ziel. Gertrud sieht die Situation des Menschen in Formulierungen, die geradezu schon die moderne Ich-Krise vorwegnehmen: er ist nur Atom im Universum der Schöpfung, ein kleines Blatt im Wettersturm der Weltenzeit, ein Stäubchen im Wind, ein leeres Nichts. (VI 182f.; 587f.; IV 315f.; 288f.) Indem nun aber der erhabene Gott auf ihn, der Staub ist und Asche, liebend hinblickt, kann der Mensch es wagen, sich zu erheben und zu diesem seinem Gott zu sprechen: nicht kniend, sondern als aufrecht stehender Mensch (VI 14f.; 32-34). In der Begegnung mit dem liebenden Gott gelangt so der schwache, an sich selbst verzweifelnde Mensch zum Bewusstsein seines Werts und seiner Würde.

Gottesbegegnung im Herzen

Gott nimmt Wohnung im Menschen; das menschliche Herz ist der Ort, wo Gott und Mensch sich begegnen, auf dass der Mensch dann in der liebenden Einung – im Sinne der mystischen „Unio“ – sein eigenes Herz in das göttliche überträgt. In der Herz-Jesu-Frömmigkeit des 19. Jh. hat diese Liebestheologie nur noch einen schwachen Widerhall gefunden; zu kühn war Gertruds Aussage, in der Einung der Herzen Gottes „Genosse“, ja „ein einziger Geist und Atem“ mit Gott zu sein (vgl. V 180-183; 202).

Disposition des Menschen

Diese Begegnung mit Gott, die den Menschen so einzigartig erhöht, geht von Gott aus: Gott geht auf den Menschen zu. Der Mensch aber kann sich bereit halten für die göttliche Liebe, indem er, wie Meister Eckhart sagt, „ledig aller Dinge“ wird. Gertrud spricht von „leer sein“ (V 1f.) und sieht in diesem Abstandnehmen von allem Äußerlichen vor allem die positive Zielsetzung: frei zu sein für das Wirken des Göttlichen.
Eine solche Absage an die Äußerlichkeiten der Welt ist nun aber keine Weltflucht. Die Hinwendung zu Gott führt vielmehr – wie es Kennzeichen jeder echten Mystik ist – zu einer verstärkten Hinwendung auch zu der Welt. Wie Gott selbst die Mühen des Menschseins auf sich genommen hat, bejaht auch Gertrud das Leben im Elend der Welt. Und so enden ihre »Exercitia« auch nicht mit einem ekstatischen Aufschwung zu Gott, sondern mit der Bitte um die Tugenden, zum Wirken in der Welt in der tätigen Nachfolge Jesu. (Vgl. VII 678-689)
In Gertruds Theologie ist somit der liebende Gott, der im Inneren des Menschen Wohnung nimmt, derjenige, der dem einzelnen Menschen wie auch – im Mitwirken des Menschen – der ganzen Welt schon jetzt Heil und Leben bringt. Eine solche Jenseitsreligion, die bereits im Diesseits erlösend ist, indem sie nicht vom Leben, sondern zum Leben befreit – sie könnte auch in den Ängsten und Nöten der heutigen Zeit heilbringend sein.

5. Die »Exercitia« in der christlichen Tradition

Gertrud zeigt eine Auffassung von Christentum, wie es uns weniger aus Lehrbüchern als vor allem aus Werken der Kunst bekannt ist, von den poetischen Büchern des Alten Testaments über die Mosaiken in den Kirchen von Ravenna und die Glasfenster gotischer Kathedralen bis zu den Kirchenliedern der Barockzeit. Wenn die Liebende in das Brautgemach des Geliebten eilt, in das Innerste des Tempels, und wenn dann die Seele im Schatten des Allmächtigen ruht, dann ist die Welt des Hohen Liedes und der Psalmen gegenwärtig. Wenn die grünenden Weiden des lebenspendenden Geistes das Göttliche hervorquellen lassen, und wenn der neue Mensch im Kleid der Gerechtigkeit und Wahrheit erscheint und der göttliche Geliebte in der strahlenden Schönheit des königlichen Bräutigams auftritt, dann erinnert das an den „heiteren“, von humanistischen Traditionen geprägten Geist des spätantiken und frühmittelalterlichen Christentums. Wenn im Aufschwung zur Glorie der Gottheit lichtdurchstrahlte Bilder die schönste Rose des göttlichen Antlitzes schauen lassen, dann wird das Göttliche mit durchgeistigten Sinnen wie in den Chorräumen der Gotik erfahren. Und wenn in noch heute gesungenen Weihnachtsliedern – „Zu Bethlehem geboren“, „Jauchzet ihr Himmel“ – Friedrich Spee und Gerhard Teerstegen davon sprechen, der Mensch sei Gottes Eigen und solle sich in seine Lieb versenken, Gott aber beuge sich tief zum Menschen, in Liebe, die endlich als Liebe sich zeiget, auf dass er wohne in mir, mache mich eins nun mit ihm, dann sagt das fast wörtlich auch schon Gertrud. Paul Gerhards »Ich steh an deiner Krippen hier« scheint Strophe für Strophe geradezu eine Zusammenfassung zentraler Aussagen der »Exercitia« Gertruds: von den Gedanken der Hingabe der von Gott empfangenen Kräfte – Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut – und des Erkoren-Seins bis zu den Bildern des Göttlichen als Sonne, Abgrund und weites Meer.
Gertruds »Exercitia« stehen somit in Traditionen und begründen selbst Traditionen, die bis heute wirksam sind.

6. Zum Inhalt der »Exercitia spiritualia«

Das Gesamtwerk der »Exercitia« ist inhaltlich und formal nach einem durchdachten Plan angelegt. Die sieben einzelnen Exercitien zeigen einerseits im äußeren Geschehen fortlaufend ein Gnadenleben, das im ersten Exercitium mit der Geburt zu neuem Leben beginnt, bis es schließlich im siebten Exercitium hin zum Ende des irdischen Lebens führt, zum endgültigen Übergang in das Leben in Gott. Andererseits ist das Werk in der Darstellung der einzelnen Themen deutlich zweigeteilt: Zeigen die ersten vier Exercitien den Weg hin zur Liebeseinheit mit dem Göttlichen, so stellen die folgenden drei Exercitien das Leben in dieser Liebeseinheit dar. Als Untergruppen meditieren dann die Exercitien eins und zwei die Umkehr zu Gott, drei und vier die Vereinigung mit Gott, fünf und sieben das Wirken der göttlichen Liebe, während das sechste Exercitium, als der Höhepunkt des Werks, Lobpreis und Danksagung ausspricht.

Das erste Exercitium, über die Wiedergewinnung der Taufunschuld, stellt die Wiedergeburt zu einem neuem Leben in den Mittelpunkt. In den Grundzügen hält es sich eng an den kirchlichen Taufritus, weitet ihn aber bedeutungsvoll aus durch die Kapitel über den Schutzengel, über Maria und über den Empfang Jesu Christi in der Kommunion. So ist das Thema dieses Exercitiums dann auch nicht, wie es die Überschrift vermuten ließe, die Befreiung von Schuld, sondern die Gewinnung neuen Lebens: der Wiedergeburt folgt ein neuer Lebenswandel in Jesus Christus, wobei der Schutzengel und Maria dem Menschen Geleit und Hilfe geben, bis hin zur Vereinigung mit Christus hier auf Erden in der Kommunion und dann beim himmlischen Hochzeitsmahl in der seligen Gottesschau, bekräftigt durch das „Amen“ des Schöpfers wie des Geschöpfes.

Das zweite Exercitium, das von der „geistigen Umkehr“ sprechen soll, stellt die Liebeseinheit mit Jesus Christus in den Mittelpunkt. Dabei ruft es das Geschehen des Klostereintritts ins Gedächtnis: die Absage an die Welt, das Anlegen des geistlichen Gewandes und das Gelöbnis der Keuschheit. Diese kirchlichen Zeremonien werden jedoch ganz verinnerlicht; als eine wahre „Er-Innerung“ haben sie nur eines im Sinn: die Einheit mit Christus, dem »Herzeinzigen«, im Minnekloster des eigenen Herzens. Maria, die jungfräuliche Mutter, ist hierbei Fürsprecherin, der Heilige Geist, als Erscheinungsweise der „Gott-Liebe“, fördert das Gelingen. Das Exercitium betont somit in der geistigen Umkehr weniger den „negativen“ Aspekt, die Abwendung von der Welt, als vielmehr den „positiven“, die Hinwendung zu Gott.

Das dritte Exercitium, „Brautversprechen und Weihe“, stellt die geistliche Ehe mit Jesus Christus in den Mittelpunkt. In seinem gedanklichen Aufbau ebenso wie in der sprachlichen Form höchst kunstvoll gestaltet, folgt es in den Grundzügen dem liturgischen Ritus der „Weihe der Klosterjungfrauen“ am Tage ihrer Profess, gekennzeichnet durch Gebete und die Überreichung von Schleier, Brautkrone und Ring. Dieser Ritus wird hier jedoch mit dem Vorgang der mystischen Verlobung und Vermählung verbunden. Wie am Anfang Christus als liebender Bräutigam in strahlendem Glanz erscheint und die Liebe in Person die Seele auffordert, die Liebe Christi zu erwidern, so erreicht das Geschehen seinen Höhepunkt in der Übertragung des Herzens in den Geliebten und endet mit einem hymnischen Lobpreis der Gottheit, die die Liebe ist.

Das vierte Exercitium, über die Profess der Seele vor Gott, findet am Tag in der Mitte der »Exercitia« statt; es stellt die „Unio“, die Liebes-Einung mit Gott, und die „Mors mystica“, das Sterben in der Gottheit, in den Mittelpunkt. Dabei hält es sich in den Grundzügen an die klösterliche Profess: auf zahlreiche Gebete und Wechselgesänge folgen die Übergabe der Professurkunde, die Annahme der Regel, das Anlegen des klösterlichen Gewandes und der Empfang der Kommunion; den Abschluss bilden die Gesänge des »Magnificat« und »Nunc dimittis«. Dieser Ritus wird nun wiederum ganz verinnerlicht, indem das mystische Geschehen des dritten Exercitiums sich fortsetzt. Es kommt zur liebenden Vereinigung in der „seligsten Einung“ mit Gott, die dann „fruchtbar“ wird im vollkommenen Lebenswandel des „neuen Menschen“. Die Sehnsucht, ganz bei Gott zu sein, führt dann zur völligen Aufgabe des eigenen Selbst im „mystischen Tod“, zum »Übergang« in die Gottheit und zum Leben in ihr.

Das fünfte Exercitium, das von der göttlichen Liebe sprechen soll, ist durchgehend in einem „hohen Ton“ geschrieben, der sich bis zu hymnischem Sprechen steigert; es stellt, am Beginn des zweiten Teils der »Exercitia«, das Leben in der Liebe in den Mittelpunkt. Dabei werden die Liebeseinheit mit Gott, das Ende und Ziel des Lebens sowie die ewige Seligkeit zu herausragenden Themen. Formales Grundmuster bilden die drei Tageszeiten Morgen, Mittag und Abend sowie die sieben Zeiten des kirchlichen Stundengebets. Jeweils ausgehend von einem Psalmvers, werden Gebete an die „Gott-Liebe“ gerichtet, in denen die reale Tages- und Stundenzeit Ansatzpunkt wird zu tiefgehenden Betrachtungen über die Liebe, die Gott und Mensch verbindet. Zuerst führt und begleitet sie als Licht – als heiterer Morgenstrahl, gleißende Mittagssonne und lichter Abendstern – die Braut durch den Tag und das Leben hin zur Vereinigung mit dem Bräutigam; danach wird in der „Schule der Liebe“ die „Kunst der Liebe“ gelehrt, die dazu befähigt, den Lebenskampf zu bestehen und dann in Gott zu sterben und zur Vollendung zu gelangen.

Das sechste Exercitium, das umfangreichste, stellt bereits in der Überschrift den in Gertruds Religiosität wichtigsten Gedanken in den Mittelpunkt: Lobpreis und Danksagung. Sie sind – wobei der Dank im Lob aufgeht - der eigentliche Daseinszweck der Menschen hier auf Erden und der Seligen dort in der Ewigkeit. Formal entspricht das Exercitium einem Weg, der den Gedanken der Emanation – des Aus- und Einfließens des Göttlichen - nachvollzieht. Die einleitende Reflexion thematisiert das Gotteslob selbst; der Weg zum Gotteslob erscheint als ein Weg zu Gott. Dieser Weg beginnt bei Gott selbst, und so zeigen die drei folgenden Psalmenmeditationen den Weg von Gott zum Menschen: vom Gotteslob, das letztlich Gott selbst sich darbringt, über die Emanation des Göttlichen und das Erlösungswerk bis zur Erfahrung des Göttlichen in Gottesschau und Unio. Der große Jubilus in der Mitte des Exercitiums stellt dann das Heilswirken Gottes dar, worauf weitere drei Betrachtungen den Weg des Menschen zu Gott aufzeigen: dem Blick auf das Leben »hier und dort« folgt die Abwendung von der Welt und die Rückkehr zu Gott, der in der Todesstunde zu Hilfe kommt und zu seliger Gottesschau führt. Der abschließende Segen zeigt die Einheit mit dem, der „Gott-Liebe“ ist.
Kompositorisch ist das Exercitium – mit Ausnahme des Schlussabschnitts - nicht so sehr wie die vorhergehenden nach architektonischen Prinzipien angelegt; prägend sind vielmehr Muster der Musik und der Malerei: ein dichtes Geflecht von Klängen und Bildern, mit Vor- und Rückverweisen, mit Leitmotiven und wechselnden „farblichen“ Akzenten, wobei auch kleinste Teile ihren Eigenwert - als je eigene Stücke der Meditation oder des ästhetischen Vergnügens - haben und doch zugleich in eine große Gesamtkomposition eingefügt sind.

Das siebte Exercitium, über die Wiedergutmachung der Sünden und die Vorbereitung auf den Tod, stellt den Gedanken der Versöhnung mit Gott in den Mittelpunkt, wobei der Mensch aus seiner Unwürdigkeit und Schuld zu einem vollkommenen Leben berufen wird und schließlich zum Genießen Gottes und zur Ruhe in ihm gelangt. Formales Grundmuster bilden, nahezu spiegelbildlich zum fünften Exercitium, die sieben Zeiten des kirchlichen Stundengebets sowie die beiden Tageszeiten Mittag und Abend. Jeweils ausgehend von einer Liedstrophe, richten sich die Stundengebete an die Liebe und je eine ihr zugeordnete Eigenschaft Gottes, verbunden mit der Betrachtung der Passion Jesu, deren Stationen zugleich den Stunden des Gebets entsprechen. Dabei geht es jedoch nicht darum, zur Nachfolge Jesu in seinem Leiden anzuregen. Die Passion Jesu erscheint vielmehr als ein triumphales Wirken der göttlichen Liebe, die dem Menschen das Herz Gottes öffnet, ihn zur Gottesliebe entflammt, in allen Tugenden vollendet und sein Herz mit dem Herzen Gottes vereint.
Mit der Bitte, dort immerdar ruhen zu dürfen, lässt Gertrud, im Anklang an die »Confessiones« des heiligen Augustinus, die »Exercitia« enden.

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